Naturschutzgruppe Witten - Biologische Station e.V.
                                          Naturschutz im mittleren Ruhrtal

Im Jahr 1997 hieß es:  25 Jahre Naturschutz in Witten


Im November 1979 wurde die Naturschutzgruppe Witten e.V. gegründet. Dem vorausgegangen waren seit 1972 erste Engagements für den Naturschutz. In diesem Zusammenhang wurden u. a. Brutplätze für Dohlen und Turmfalken in den Felsen unterhalb des Hohensteins gesichert und der Ausbau des Muttenbachs verhindert.


Als eingetragener Verein gehörte die Stellungnahme zum Entwurf des Landschaftsplanes sowie die Beteiligung an der Planung zum Bau des Kemnader Stausees zu den bedeutsamen naturschutzpolitischen Aufgaben der ersten Jahre.
Die Anlage und Optimierung von Kleingewässern, der Schnitt von Kopfweiden, sowie das Anbringen und Kontrollieren von Nisthilfen - v.a. für die stark bedrohten Eulenarten Steinkauz und Schleiereule - gehören seit den ersten Tagen zum festen Programm der praktischen Naturschutzarbeit. Der Schutz und die Pflege von Feuchtwiesen, Obstweiden und Brachflächen kamen u.a. in den folgenden Jahren dazu.



Ein Schwerpunkt der Aktivitäten war und ist die Feldforschung. Seit mehreren Jahren werden in Witten Wasservogelzählungen durchgeführt. Die Bestände der Amphibien und Reptilien im Wittener Raum werden seit über 25 Jahren kontinuierlich erfaßt. Stetig haben sich die Aufgabenfelder erweitert. Inzwischen liegen zumeist langjährige Erfahrungswerte zu den Artengruppen Fledermäuse, Libellen, Tagschmetterlinge, Heuschrecken sowie zahlreicher gefährdeter Vogelarten vor. Floristisch- vegetationskundliche Erfassungen werden insbesondere in Schutzgebieten durchgeführt. Seit einigen Jahren finden systematische Quellkartierungen statt.
2007 erscheint nach fast drei Jahrzehnten Naturschutzgruppe Witten - Biologische Station e. V. das im Eigenverlag herausgegebene Buch: Natur zwischen Ruhr und Ardey - Erleben, verstehen und schützen.


1985 wurde der Naturschutzgruppe Witten von der Stadt ein Gebäude zur Verfügung gestellt, daß mit viel Eigeninitiative und Fördermitteln vom Land zu einer Biologischen Station ausgebaut wurde. Die Räumlichkeiten mit Büro, Labor, Werkstatt und Ausstellungsraum erlaubten eine Erweiterung des Arbeitsprogrammes, z.B. in Form von Erarbeitung naturschutzfachlicher Gutachten oder Pflegepläne für Naturschutzgebiete. Außerdem konnte die rein ehrenamtlich getragene Arbeit nun durch zwei Zivildienstleistende unterstützt werden. Seit 1996 werden statt Zivildienstleistenden eine ABM-Kraft beschäftigt.

Ansonsten wird die Arbeit jedoch weiterhin ausschließlich durch den Kreis der ehrenamtlich tätigen Mitglieder getragen.
Ab dem Jahre 1995 gibt es eine Kindergruppe, in der Kinder spielerisch die Natur erleben und entdecken und auf Naturschutzbelange aufmerksam gemacht werden können.


Eichelhäher (Garrulus glandarius)

Die Öffentlichkeit wird  regelmäßig in Zusammenarbeit mit der VHS in Form von Exkursionen und Vorträgen über die Fauna und Flora Wittens sowie die Arbeit der Biologischen Station informiert. Auf diese Weise wurde Interesse an diversen naturschutzfachlichen Themen in Witten geweckt und Wissen vertieft.

Eine wichtige Aufgabe der Biologischen Station besteht in der Interessenvertretung der Naturschutzbelange gegenüber Behörden. Die Präsenz in Ausschüssen und Gremien, sowie Stellungnahmen zu          geplanten Eingriffen in die Landschaft führten zu vielen nennenswerten Erfolgen.


                                                                                                                       Stieglitz (Carduelis carduelis)


Als engagierte Naturschützer werden wir auch in Zukunft mit Fachkenntnis und Beharrlichkeit dafür streiten, daß die in der Präambel des Naturschutzgesetzes genannte Forderung nach der Sicherung des Naturhaushaltes auch in Witten umgesetzt wird.

 


Und im Jahr 2019 sind es 40 Jahre NaWit!

Grünspecht (Picus viridis)



Blaumeise (Cyanistes caeruleus)


Dompfaff/Gimpel (Pyrrhula pyrrhula)